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Gedichte-Blog

www.poetrycop.de

Dieses Blog soll ein Forum für alle die werden, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Gedichte zu veröffentlichen.
Hier beschränke ich mich ausschließlich auf die Annahme von Gedichten.
Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
Eine weitere Nutzung der Gedichte durch mich findet nur nach Absprache statt.
Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

Der Pessimist

Aaron Thier Posted on Thu, November 15, 2012 19:12:55

Der Pessimist

Die Laune, das Wetter, die Gesundheit und überhaupt
waren auch schon mal besser,” denkt der vom Schicksal
gebeutelte Pessimist und misst, dass er zu klein, die Börse
zu schmal, die Tage zu kalt und überhaupt alles mangelhaft ist.
Nach dieser Feststellung wird er dann nicht lange zögern
erneut die Gewissheit darüber zu erlangen, dass ihm bisher
und wohl auch in Zukunft viel zu wenig Aufmerksamkeit
und Mitgefühl entgegen gebracht wurde und wird.
Hinzu kommt, dass er letzte Nacht immer schlecht geschlafen
hat und früher überhaupt alles besser war.



Ein Trinkspruch

Aaron Thier Posted on Thu, November 15, 2012 18:44:02

Ein Trinkspruch

Ein Schluck für die Liebe,
ein Schluck für den Frust,
ein Schluck für die Nerven,
ein Schluck noch, dann ist Schluss.

Ein Schluck für die Freiheit,
ein Schluck zum vergessen,
und einer vor, zwischen und
einer nach dem Essen.

Ein Schluck vorm zu Bett gehn,
ein Schluck zum Erwachen,
ein Schlückchen ein kleines
zum weinen und lachen.

Ein Schluck für das Leben,
ein Schluck für den Tod,
ein Schluck für den Frieden,
den Hass und die Not.

Ein Schluck für die Mutter,
ein Schluck für den Vater,
einen für…
und einen gegen den Kater.

Ein Schluck für die Leber,
ein Schluck für den Kopf
und einen fürs Ende,
nur einen noch…

Aaron Thier 2010



Der Mensch

Aaron Thier Posted on Thu, November 15, 2012 18:32:34

Der Mensch

Die Hülle seines Geistes bröckelt langsam auseinander
und so raucht er und so trinkt er drum noch mehr,
für das Leben, das ihm zukam war er selten richtig dankbar,
er mag es nicht, es viel bisher zu schwer.

So wie er die Freuden kennt, kennt er auch gut das Leid,
kennt Verlangen, Lust und Ängste und wär gern von allm befreit,
also betet er zu Göttern und verliert sich selbst im Rausch,
doch die schmerzliche Gewissheit Mensch zu sein taucht wieder auf.

Die Liebe ist das Leiden und Glückseligkeit die Trauer,
die Hoffnung ist die Angst und die Freiheit ist die Mauer.



Der Tod

Aaron Thier Posted on Thu, November 15, 2012 18:13:15

Der Tod

Das Ende naht flüstert der Tod,
man ringt mit Angst und großer Not,
vergisst welch guter Freund er ist
und schmäht das Angebot.

Wird man gebohren schon klopft er an,
Er stellt sich vor und zieht von dannen,
“Ich komme wieder” sagt er freundlich
“und dulde keinen Wiederstand”

Im Lauf der Zeit vergisst der Mensch,
vergisst was ihm versprochen
und kommt der Freund dann einst zurück,
dann ist er sehr erschrocken.

Leben ist wachsen, gedeihen, verwelken und sterben
gebettet in des Gevatters Schoß,
die Angst vor dem Ende, welche die menschen stets haben
ist die Angst vor sich selbst nicht dem Tod.

Aaron Thier Goa 2010