Ach, mein Freund, der du mir dichtest
und so manches Werk verrichtest,
das mich zu den Sternen trägt;
welche Ängste, welche Nöte,
welche Freude sich mir böte,
hätte ich bisher erwägt:

Dir zu lauschen wie den Flüssen,
es zu wollen, nicht zu müssen
und von Urteil gänzlich frei.
Was du sagst, einfach verstehen,
dich als Mensch und Freund zu sehen,
und wir würden eins aus zwei.

Doch ich nenne, was ich höre,
Angst, dass ich den Halt verlöre,
was es heißt, in meiner Welt.
Ich erhebe mich zum Richter
über meinen Freund, den Dichter,
auf ein Urteil eingestellt.

Kann mich so nur von dir trennen,
weder dich, noch mich erkennen
und ich werde einsam sein.
Also lass uns uns verbinden,
unser Selbst im Andern finden,
fortan wahre Freunde sein. 😉

2012 Noah Noel // www.noahnoel.de