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Gedichte-Blog

www.poetrycop.de

Dieses Blog soll ein Forum für alle die werden, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Gedichte zu veröffentlichen.
Hier beschränke ich mich ausschließlich auf die Annahme von Gedichten.
Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
Eine weitere Nutzung der Gedichte durch mich findet nur nach Absprache statt.
Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

In süßem Schlaf tiefer Nacht

Albert Holler Posted on Sat, June 11, 2011 12:32:34

In süßem Schlaf tiefer Nacht,

Vergeht ein Tag nach dem Tag

Ermüdend tätig die Zeit verbracht,

was tat ich die Stunden, wen ich frag

 

Tage rückwärts, Tage vorwärts

Dazwischen eine Lebenssekunde

Dazwischen ein Herzschlag Schmerz

Danach der Erinnerung Stunde

 

Da vorne bleib stehen

Ich lauf dir nach lange

Lange konnt’ ich dich sehen

Unerreicht, unbekannt, bange

 

Von hinten eine Figur

Fliehend, entschwindend

Seh den Schatten nur

Am Horizont dunklem End

 

Bleib am Weg ich stehen

Seh der Zeiten Stund

Seufzend weiter gehen

Ohne Kuss Lippen Mund

 



Flogen Vögel unwissend

Albert Holler Posted on Sat, June 11, 2011 12:30:41

Flogen Vögel unwissend

 

Kalte Winterluft, Staub

Autoreifen, kaputtes Laub

 

Tages Morgen Lächeln verschlingt

Arbeitsweg Rückkehr wiederbringt

 

Rücken beugend Gerede im Ohr

Blick an der Uhr die Stunde verlor

 

Noch ein Tag Leben verbraucht

Nirgendwo Gedanken Rede gehaucht

 

Ins Wolkennichts durch gefenstert Rahmen

Flogen Vögel unwissend woher sie kamen



Es ist ein Atem der anhält

Albert Holler Posted on Sat, June 11, 2011 12:28:16

Es ist ein Atem der anhält

 

Müde senkt sich die Hand im Licht des Mondes fahl

Als Sichel sendet er herab den letzten Sonnenstrahl

 

Auf das Leinentuch gebettet liegt ein Mann verlassen

Wartend wie Stunden der Nacht ohne Licht verblassen

 

Gedankenlos schließen die Lider der Augen zartes Licht

Herzschlag lautlos den Puls der Adern beinah bricht

 

Ausgestreckt liegend unter des Fensters staubiger
Glasscherbe

Indes die Fledermaus fliegt unruhig unter des Dachsparren
Kerbe

 

Das Morgen lauert ungewiss fern ohne Schatten der Bäume

In den Mäandern der Seufzer verlieren sich wirre Träume

 

Es ist die Nacht der Welt

Es ist ein Atem der anhält