Ein Kessel gefüllt, erfüllt mit Gesang,
doch sinnlos unfreien Sinnen erlegen,
Ihr Sinn nur dem Sinnen hilflos ergeben,
füllt sich, quillt über, in mir, nächtelang.

Gesang ohne Worte macht noch kein Lied,
Zerrinnen sie doch noch vor dem Gewinn
Ein undichter Kessel ist das, was ich bin,
was purer Neid einst für mich entschied.

Erschöpft schöpf ich mit einer Kelle
Worte durch die das Urteil sich vollstreckt,
und mit Feuer und Kohle vom Tode erweckt
sprudeln die Worte heraus aus der Quelle.

Versagen wurd‘ mir bislang versagt,
doch sprech ich nun frei ohne jeglichen Zwang,
koche Gedichte aus purem Gesang.
und mache mich auf zur Sinnesjagd.

© Hanna Kim (zitronglas @ wordpress)