Einsam, sah, durch stille Gassen,
ich, ein kleines Männlein zieh’n,
das von Gott und Welt verlassen,
heimatlos und hungrig schien.

Sah es durch die Altstadtstraßen
über Kopfsteinpflaster geh’n;
dort, wo fremde Menschen saßen,
hinter Schaufenstern zu seh’n.

Und das Männlein sah sie essen,
sitzen in Gemütlichkeit,
hätte auch gern dort gesessen,
satt und warm für kurze Zeit.

Sanfter Regen fiel ganz leise,
wie zum Spott auf diesen Mann,
dessen arme Lebensweise
schon vor langer Zeit begann.

Plötzlich fing er an zu spielen
und ich weinte wie noch nie,
Klänge, in die Träume fielen,
(s)eine Geigenmelodie…

© 2010 Noah Noel // www.noahnoel.de