Für mich da

“Wir helfen Dir und sind für Dich da!”
Wer krank ist, hört diese Worte gerne
und hofft dabei auch fest, sie seien wahr.
Fatal, dass Wahrheit oftmals liegt in weiter Ferne.

Manche tun sogar, was vorher groß verkündet.
Doch das ist eine klitzekleine Minderheit.
Die Mehrheit hinterm Horizont verschwindet.
Verbreite bloß nichts außer Heiterkeit!

Ich muss weiß Gott nicht immer erste sein,
doch schockiert es mich doch zu erleben,
wie gleichgültig man kann plötzlich “Freunden” sein,
sobald man keinen Spaß mehr kann vergeben.

Da kann man bitten, bis die Lippen blutig:
“Kannst Du das denn für mich tun?”
Ja, den Fehler machte ich ganz mutig.
Passiert ist nichts bis jetzt, und nun?

Da sonst sich niemand kümmern will,
geb ich mich für andere nicht mehr her!
Ich kümmer mich jetzt nur um mich – ganz still!
Sonst macht es nämlich keiner mehr!

© M. Gernhardt
19.10.2010, Rheinland

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